COMERSEE ENTDECKEN
UND ERLEBEN -
ISOLA COMACINA
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| Anlegestelle an der Isola.
Bild: swissandmore.de |
Nicht weit vom Ufer entfernt, gegenüber der
Dörfchen
Ossuccio und Sala Comacina, liegt Isola Comacina,
die einzige Insel des Sees mit ihrem kleinen, weißen
Kirchlein S. Giovanni. Man kann die Insel mit dem Schiff
ab Menaggio, oder mit einer kleinen Fähre ab Sala Comacina
erreichen. Auf der Insel befinden sich Reste der großen
Basilika "S.
Eufemia" [10. Jh. - verwüstet während des Krieges
im 12 Jh.]. Im Jahre 1175 verbietet Kaiser Rotbart den Wiederaufbau
von Festungen, Kirchen und Häusern.
Seitdem bleibt die Insel wegen einem Fluch des Bischofs Vidulfo
unbewohnt, der verkündete: "Es werden niemals mehr die Glocken
läuten, niemand wird mehr ein Stein
auf den anderen setzen, niemand wird hier mehr Wirt sein unter der Strafe eines
qualvollen Tods". Ausgrabungen haben wertvolle Mosaike der römischen Epoche
wieder ans Licht gebracht. Fragen Sie nach der Broschüre, die die Geschichte
der Insel erzählt.
Auf der Insel befindet sich das weitum berühmte
Restaurant La Locanda dell’isola
Comacina. Berühmt
ist das Restaurant auch wegen der Zeremonie, welche nach jedem Mahl nach altem
Brauch zelebriert wird um den Fluch zu bannen , welcher über die Insel
ausgesprochen wurde. Es empfiehlt sich, diesen Ausflug mit der Besichtigung der
romanischen Kirchen von Ossuccio zu kombinieren. Fragen Sie nach der Broschüre. |
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| Die zauberhafte Isola Comacina. Unbedingt besuchen. Bild:
swissandmore.de |
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| Leben am Comer See |
Eine jahrhundertlange Geschichte
Wichtig wurde dieser Ort aus religiösen und strategischen Gründen,
als sich die Barbaren hier verbreiteten und die Kriege zwischen Griechen und
Goten ausbrachen. Im Jahre 539 tauchten in Süditalien Banden von Burgundern
und Alemannen auf. Im Jahre 569 gelingt es dem schrecklichen Uraja Mailand kapitulieren
zu lassen während die Reichen von Como und den darum liegenden Dörfern
mit ihren Schätzen auf die Insel flüchteten und dort Widerstand leisteten;
der letzte Schutzwall der christlichen Welt, zum Schutz der Freiheit. In kurzer
Zeit wird die Insel mit Häusern, Kirchen und Festungen bedeckt. Damals hieß sie
Cristopolis [Stadt Christi]. Im Laufe des Mittelalters gewann die Insel und das
darum liegende Festland an wirtschaftlicher und politischer Bedeutung auch deshalb,
weil sie vom Bistum von Como unterstützt wurde. Damals hieß die Insel
Comense oder Cumana.
Im Jahre 1118 beginnt der zehnjährige Krieg zwischen Como und Mailand in
dem die Insel mit Mailand verbündet war und ihn schließlich 1127 gewann.
Como aufersteht wieder unter dem Schutz von Kaiser Rotbart und 1169 überfallen
die Krieger von Como mit Hilfe der drei Pfarreien [Dongo, Gravedono, Sorico]
die Insel, verheeren und zerstören sie. Mit einem Dekret von 1175 verbietet
Kaiser Rotbart den Wiederaufbau von Festungen, Kirchen und Häusern.
Seitdem bleibt die Insel wegen einem Fluch des Bischofs Vidulfo unbewohnt, der
verkündete:
"Es werden niemals mehr die Glocken läuten, niemand wird mehr ein Stein
auf den anderen setzen, niemand wird hier mehr Wirt sein unter der Strafe eines
qualvollen Tods". Die Insel wird vom Bistum an die Familie Vacana weiter gegeben.
1914 beschließt der Besitzer Augusto Giuseppe Caprani aus Solidarität
zu Belgien, die Insel seiner Hoheit, der König von Belgien, Albert I angesichts
der Verluste am Anfang des ersten Weltkriegs, zu vermachen. Im Mai 1920 schenkt
der König von Belgien die Insel dem italienischen Staat, damit sie ein Erholungsort
für belgische und italienische Artisten wird, weshalb sie der italienische
Staat seinerseits der Akademie von Brera zuteilt. Auf der Insel werden kleine
Villen errichtet, in denen sich Künstler und Literaten aufhalten und aus
der Insel einen der wichtigsten und interessantesten Zentren der Kultur des Comer
Sees machen.
Quelle: http://www.comacina.it |