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COMERSEE ENTDECKEN -
COMO
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| Gepflegter Uferbereich in Como. |
Como ist der Ort am See, den man wirklich
als Stadt bezeichnen kann. Hier pulsiert das Leben. Sehenswürdigkeiten
findet man hier genauso wie Boutiquen und feine Restaurants.
Stadt römischen Ursprungs, reich an Baudenkmälern.
Beachtlich der Dom mit gotischer Fassade, die Kuppel aus dem
siebzehnten Jahrhundert [Entwurf von Filippo Juvara], daneben
der Turm des städtischen Rathauses aus dem 13. Jahrhundert.
Ein sehr eigenwilliges Beispiel der Romanik ist die Basilika
von S. Fedele, wohingegen die Basilika von S. Abbondio, erbaut
im 12. Jahrhundert, herrliche Fresken aus dem vierzehnten
Jahrhundert enthält. Como ist aber auch berühmt
für einige "Modell" - Gebäude des italienischen
Rationalismus: Die "Casa del Fascio" und das "Asilo
Sant'Elia" sind Meisterwerke des Architekten Giuseppe
Terragni aus Como, einer der wichtigsten Figuren dieser bedeutenden
Bewegung unseres Jahrhunderts.
Am südlichsten Ende des Sees gelegen, führen viele
Spazierwege am Ufer entlang. Ruhig mal gehen: sie treffen
auf wunderbare Villen. Como kann man auch per Flugzeug erreichen.
Hier startet regelmäßig ein Wasserflugzeug in
die Richtung Ihrer Wahl.
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| Sehenswürdigkeiten: |
Der Dom von Como [1396 - 1744]
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| Der Dom von Como. Bild:
wikipedia.de |
Die Kathedrale wurde erst 1396 begonnen, die Fassade
stammt aus der zweiten Hälfte des 15. Jh. Das ist die Zeit,
als eigentlich schon die Renaissance begonnen hatte. Aber
diese Fassade hat deutlich noch gotische Züge. Das liegt
u.a. daran, dass Norditalien in viel höherem Maße
unter dem deutschen Einfluss des nördlichen Reiches
stand, und das gilt besonders für Como. Como hatte in
seiner Architektur nicht nur Beziehungen zu Deutschland allgemein,
sondern genauer zum Rheinland [S. Fedele !]. Die Landschaft,
in der wir uns hier befinden, ist die Lombardei - benannt
nach dem germanischen Stamm der Langobarden. Und die germanischen
Stämme spielen in der Geschichte Norditaliens
eine entscheidende Rolle. Die Langobarden hatten wie alle
germanischen Völker einen besonderen Sinn für abstrahierende
Ornamentik: für die sog. Flechtbänder und für überreiche
und unruhige Dekoration und das sieht man auch der lombardischen
Architektur an.
An der Domfassade sieht man diese alte Tradition an den
vier senkrechten Bändern, die die Fassade in drei Felder
unterteilen. Daneben spielt in der Lombardei noch das byzantinische,
aus der Spätantike stammende Erbe eine Rolle. Auf der
Grundlage dieses lombardischen Flechtband- und Rankenmotives
des frühen Mittelalters haben sich auch die figürlichen
und pflanzlichen Ornamente entwickelt. Und diese spezielle
Dekorationskunst der Lombardei hat sich ungemein ausgebreitet
- bis hinauf nach Skandinavien. Man sieht diese Schmuckformen
hier an der Nahtstelle zwischen Dom und Gerichtshalle. Die
Schmuckbänder, die in ihrer ursprünglichen Form
mit abstrakten Motiven gefüllt waren, sind hier nach
einem ganz ähnlichen Prinzip mit Figuren gefüllt.
Der plastische Schmuck des Comer Domes wurde von Tommaso
Rodari und seinen Brüdern um 1500 herum geschaffen,
der deutlich zur Renaissance gehört. Um den außergewöhnlich
hohen Anteil von plastischen Kunstwerken an dieser Fassade
vor den Verunreinigungen vor allem der insgesamt ca. 120.000
Tauben zu schützen, hat man sehr geschickt und von weitem
kaum sichtbar ein Gitter davor gespannt. Zu beiden Seiten
des Hauptportals sind - ungewöhnlich
genug für eine christliche Kirche - zwei heidnische
Schriftsteller verewigt: Plinius der Ältere – hier
zu sehen - und Plinius der Jüngere, die beide in Como
geboren wurden im 1. und 2. nachchristlichen Jahrhundert.
Damit ist zur Zeit des italienischen Humanismus den beiden
römischen Literaten und Naturkundlern ein Denkmal gesetzt
und gleichzeitig das Ende des ‚dunklen’ Mittelalters
betont worden, indem man ausgerechnet an der Fassade der
Stadtkirche zwei Nichtchristen lebensgroß abgebildet
hat. Der Chorbereich hat im Gegensatz zur Fassade mit Gotik
nichts mehr zu tun, sondern zeigt klare Renaissanceformen.
Er wurde ab 1513 wiederum von Tommaso Rodari begonnen. Die
Kuppeln wurden erst im 18. Jh. vollendet. Damit gehört
der Comer Dom zu den vielen bedeutenden Kirchen, an denen
jahrhundertelang gebaut wurde, insgesamt von 1396-1744.
Quelle: wikipedia.de |
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- Antike Stadtmauer
- Antikes Stadtverwaltungsgebäude Broletto
- S. Abbondio [romanische Kirche mit Fresken aus dem 11. Jahrhundert]
- Villa Olmo
- Castello Baradello
- Große Fußgängerzone im historischen Stadtkern
- Funicolare - historische Standseilbahn von Como nach Brunate
Töcher und Söhne der Stadt:
- Alessandro Volta, Begründer der Elektrizitätslehre |
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| Auf dem Weg von Como entlang der alten Via Regina erreicht
man Tremezzo, wo man unbedingt die Villa Carlotta besichtigen
muß, die weltberühmt ist wegen der unvergleichlichen
Blütenpracht der Kamelien und Azaleen, die man im Frühling
bewundern kann, sowie für die Skulpturen von Canova und
die Gemälde von Hayez. |
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| Die schönsten
Regionen/Ortschaften am Comer See: |
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| Alto Lario [Oberer See] |
Centro Lago [Die Mitte des Sees] |
| Colico, Bellano |
Bellagio,
Varenna,
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| Domaso,
Gravedona, |
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| Como [Hier
pulsiert das Leben] |
Lecco
[Die Seidenstadt] |
| Como |
Lecco, Argegno, |
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| Hafenpromenade: hier starten die schönsten Ausflüge per
Schiff. |
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| Weitere Infos: |
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| Geschichte [Quelle. wikipedia.de] |
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| Herrschaftshausbei Como. Bild:swissandmore.de |
Das römische Comum
scheint zwar von einiger Bedeutung gewesen zu sein, es ist
aber wenig davon erhalten. Es gibt verschiedene Aussagen
darüber, welchem Stamm es ursprünglich gehörte.
Es gehörte zu Gallia Cisalpina und kam erstmals 196
v. Chr. mit Rom in Kontakt, als M. Claudius Marcellus
Insubres und Comenses eroberte. 89
v. Chr. hatte es durch die Raetier Schäden erlitten
und wurde von Pompius Strabo wiederaufgebaut. Zusammen mit
dem übrigen Gallia Transpadana erhielt es die Bürgerrechte.
Kurz danach scheinen 3.000 Kolonisten dorthin geschickt worden
zu sein. Sicher ist, dass Gaius
Iulius Caesar 59 v.
Chr. 5.000 Kolonisten ansiedelte, und der Ort den
Namen Novum Comum erhielt. 49
v. Chr. erhält die Stadt das römische Bürgerrecht.
In der Kaiserzeit erscheint es als municipium und
wird allgemein nur Comum genannt.
Der Ort war wohlhabend;
er hatte eine wichtige Eisenindustrie, und die Ufer des Sees
waren mit Villen übersät. Er war außerdem
der Ausgangspunkt für die Überfahrt über den
See, um zum Splügenpass und
zum Septimerpass zu
kommen .
Como war der Geburtsort sowohl Plinius
des Älteren als auch Plinius
des Jüngeren. Letzterer gründete hier Bäder
und eine Bibliothek und spendete Geld zur Unterstützung
von Waisen. Im späten Kaiserreich gab es einen praefectus
classis Comemsis, und Comum wurde als starke Festung betrachtet.
Noch heute zeigt die Stadt den planimetrischen Grundriss
des römischen castrum. Reste der römischen
Umfassungsmauer verlaufen unterirdisch parallel zu den noch
sichtbaren mittelalterlichen Stadtmauern.
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| Como: teil der Befestigungsanlage |
Como litt erheblich unter den frühen germanischen Invasionen.
Viele der Einwohner nahmen auf der Isola Comacina bei Sala
Zuflucht, kehrten aber in der langobardischen Zeit
zurück. In dieser Zeit begannen die Magistri
Comacini, eine privilegierte Zunft der Architekten und
Steinmetze zu gründen, die auch in anderen Teilen Italiens
beschäftigt wurden. Como kam dann unter die Herrschaft
der Erzbischöfe von Mailand,
gewann gegen Ende des 11. Jahrhunderts aber seine Freiheit
wieder. Zu Beginn des 12. Jahrhunderts brach zwischen Como
und Mailand Krieg aus, und nach zehn Jahren wurde Como eingenommen
und seine Befestigungen 1127 geschleift. 1154 zog
es aus der Ankunft Friedrich
Barbarossas Vorteil und blieb ihm während des ganzen
Krieges mit dem Lombardenbund treu. 1169 verwüstete
Como die Isola Comacina, die von Mailand gegen Como befestigt
worden war. 1183 erhielt
Como im Konstanzer
Frieden wie alle lombardischen Kommunen die Unabhängigkeit.
Im 13. Jahrhundert wird Como Zeuge der erbitterten Kämpfe
zwischen den Vittani
und den Rusconi.
Nach häufigen Kämpfen mit Mailand fiel Como von
1335 bis 1447 unter
die Macht der Visconti. Nach einer kurzen Zeit der Unabhängigkeit
als Repubblica di Sant'Abbondio unterwarf sich Como
1450 Francesco
Sforza, dem Herzog von Mailand. 1521 wurde
Como von den Spaniern belagert und geplündert und fiel
wie der Rest der Lombardei unter die spanische Herrschaft.
Im Frieden
von Rastatt kommt Como zusammen mit dem Gebiet Mailands 1714 an Österreich,
später dann zur Cisalpinischen Republik, zum napoleonischen
Königreich Italien und wieder zu Österreich. In
der napoleonischen Ära war es die Hauptstadt des Départements
Lario. Seine Seidenindustrie und die Lage am Eingang der
Alpenpässe verliehen ihm selbst da einige Bedeutung.
Como trug in den Fünf Tagen zusammen mit Mailand wesentlich zu den nationalen Aufständen
gegen die österreichische Garnison 1848/49
bei. 1859 empfing
Como Giuseppe
Garibaldi nach dem Sieg von San
Fermo als Befreier von der österreichischen Herrschaft. |
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