Reisezeit

Am Comer See herrscht weitgehend mediterranes Klima: Frostfreie, niederschlagsreiche Winter, heiße, trockene Sommer. Im Herbst kommt die Vegetation zum Erliegen, um im März wieder einzusetzen. Doch die (hoch-)alpine Umgebung des Comer Sees beeinflusst das Klima bedeutend: Auf den Bergen und in den tiefen nördlichen Gebirgstälern verzögert sich das Wachstum der Pflanzen um vier bis sechs Wochen. Bis Anfang Juni bleiben die höheren Gipfel schneebedeckt – das will bei Ausflügen in die Bergwelt bedacht sein. Die südlichen Gebirgstäler dagegen schaufeln erwärmte Luft aus dem mittleren und südlichen Italien in die Region. Oftmals herrscht am Alpenhauptkamm, also beispielsweise am San-Bernardino-Pass, ein Temperaturunterschied von bis zu 15° C. Die Temperaturen können schon im Februar Werte um 15° C erreichen. Spätestens im Mai setzt der Frühsommer ein, eine der schönsten Jahreszeiten am Comer See. Die Sommer sind warm, aber weniger heiß als sonst in Oberitalien. Oft herrscht die so genannte Inversionswetterlage vor, die für dunstiges, aber anhaltendes Hochdruckwetter sorgt. Der Herbst ist mit klarer Sicht und häufig spätsommerlichen Temperaturen die Lieblings-Jahreszeit vor allem der Bergsportler. Im Winter scheint, bei Temperaturen im leichten Plusbereich, häufig die Sonne. Störend sind die Mittelmeertiefs, die es vom Herbst bis ins späte Frühjahr hinein immer wieder für Wochen regnen lassen.