Die wunderbaren Berge am Lago di Como

Blick auf Varenna und die Seemitte

Der Comer See ist mit seiner abwechslungsreichen Landschaft einer der schönsten Seen des Alpenraums, darüber gibt es keinen Zweifel. Er bietet seinen Besuchern so viel Spielraum in Sachen Freizeitgestaltung, dass die Berge zwar gelobt aber noch wenig genutzt wird.

Überfüllt ist es hier nicht!

Für die meisten sind die Comenser Berge nur Statisten für ein – zugegeben – atemberaubendes Landschaftsbild. Dort hinauf, die Berge und ihre Faszination kennenlernen, sich anstrengen, unglaubliche Ausblicke genießen – für immer mehr Besucher eine willkommene und lohnende Urlaubsvariante fernab von den großen Touristenströmen.

Der Comer See liegt inmitten der Alpen, teilt diese in einer Linie des südlichen Rheintals in zwei Teile, die West- und die Ostalpen. Diese Aufteilung entspricht einer Systematik, der v.a. die deutschsprachigen Länder folgen. Franzosen und Italiener bevorzugen eine Dreiteilung der Alpen in West-, Ost- und Zentralalpen. Im Wesentlichen orientiert sich dieser Wanderführer an der Organisation SOIUSA, der Suddivisione Orografica Internazionale Unificata del Sistema Alpino, in Deutsch Internationale vereinheitlichte orographische Einteilung der Alpen (IVOEA), die von dem italienischen Alpenforscher Sergio Marazzi entwickelt wurde.

Interessante Einteilung

Ziel war es, die Gegensätze aus verschiedenen Ansätzen in einem dritten, mehrere Ansätze vereinenden bzw. ergänzenden Entwurf zu verbinden. Der Lago di Como zwängt sich also zwischen zwei große Alpenformationen, die an dieser Stelle von den Bergamasker (auch orobischen) Alpen und den Luganer (auch lombardischen) Alpen repräsentiert werden. Für die südlichen Alpen charakteristisch laufen diese in Richtung Süden aus, die Gipfelhöhen erreichen keine 3 000 m mehr.

Gutes Kartenmaterial

Der Aufenthalt in den Bergen ohne geeignetes Kartenmaterial ist fahrlässig. Sicher, die Touren, die in diesem Wanderführer vorgestellt werden, sind bis auf wenige Ausnahmen kein Neuland. Meist sind sie so weit ausgetreten, dass die Orientierung nicht schwer fallen sollte. Trotzdem gibt es immer wieder Passagen, wo eine Orientierung auf den ersten Blick nicht immer klar erscheint. Genau an dieser Stelle ist eine Geländekarte hilfreich.