Schifffahrt am Comer See, Fähren und …

Die Schifffahrt am Comer See

Gerade hier in der Mitte des Comer Sees  ist eine leistungsfähige Schifffahrt wichtig. Massen von Menschen, Fahrrädern, Autos, LKWs, Bussen und Wohnmobilen wollen von A nach B gebracht werden. Beeindruckend, wie das Personal diese Aufgabe unaufgeregt und professionell erledigt. Nur zwischen 12.30 und 13.30 Uhr stehen die Fähren still und treiben scheinbar manövrierunfähig auf der Seemitte.

>> Schifffahrt-Angebote am Comer See <<>

Mit dem Linienschiff über den See

Schön im Fahrtwind, in der Sonne und freiem Blick auf die Umgebung? Das geht nur mit dem Linienschiff. Es fährt täglich; auch vom äußersten Süden bis in den Norden werden Fahrten angeboten. Allerdings nur wenige und v.a. am Wochenende bzw. an den Festtagen.

Hier gehts zum aktuellen Fahrplan! (orari e linee)
Ticketpreise finden Sie hier! (Biglietti e …)

Es gibt einfache Tickets ab EUR 2,50, Tagestickets ab EUR 6,90 (je nach Entfernung) und auch 6-Tages-Tickets ab EUR 20,70. Sie haben eine Frage? Hier lang!

Mit der Autofähre rund um das ‚Goldene Dreieeck‘

Wer nur im Bereich von Varenna, Bellagio und Tremezzo unterwegs ist, nutzt die Fähre, die all diese Orte im Halb-Stunden-Takt verbindet.

Tragflächenboot am Comer See

Mit dem Tragflächenboot von Nord nach Süd

Geradezu jeder Ort am Comer See wird angefahren. Die Nord-Süd-Verbindung wird vom schnellen Tragflächenboot bedient. Dieses kostet etwas mehr. Es dient nur der schnellen Verbindung von Como nach Colico, Plätze im Frien sind aufgrund der Geschwindigkeit nicht möglich; die Fenster sind stumpf, man kann kaum hinausschauen: keine Empfehlung!

>> Fahrpläne und Ticketpreise <<

Fahrpläne und Preise gibt es unter www.navigazionelaghi.it. Die aktuellen Fahrpläne befinden sich im Bereich ‚Area Download‘!

Hier die Fahrzeiten der Fähre im ‚Goldenen Dreieck‘: Fahrpläne und Preise gibt es unter www.navigazionelaghi.it. Die aktuellen Fahrpläne befinden sich im Bereich ‚Area Download‘! Hier ein Besipiel für die Fahrzeiten der Fähre im ‚Goldenen Dreieck‘:

Die Geschichte der Schifffahrt am Comer See

Zur Geschichte: Am Anfang des 19. Jahrhunderts genügten an vielen Standorten Europas die bestehenden Verkehrs- und Handelswege aufgrund der rasanten Entwicklung in der Wirtschaft und im Handel nicht mehr. Die  Straßen auf den Hauptverkehrsrouten waren oft in gnadenlos schlechtem Zustand, auch entlang des Comer Sees. Kutschen und andere von Pferden gezogene Transportwagen konnten die Warenlieferungen und den Personentransport nicht mehr bewältigen.

Die Modernisierung der Schifffahrt

Ein modernes Transportwesen  musste her. 1826 wurde schließlich das erste Dampfpersonenschiff am Comer See in Betrieb genommen: die ‚Lario‘. Das Schwesterschiff ‚Verbano‘ kam zeitgleich auf dem Lago Maggiore zum Einsatz. Beide waren mit einem 12 PS-Motor noch bescheiden ausgerüstet.  Die erste regelmäßige Schiffsverbindung führte damals von Como nach Domaso und zurück. Schnell kamen weitere Schiffe hinzu, wie die Plinio, die Lecco mit Domaso verband: Um 1840 endlich war das Schifffahrtsnetz ausreichend ausgebaut, 1872 verfügten die neuesten Dampfschiffe auf dem Comer See bereits über 400 PS Motorenleistung, für damalige Verhältnisse ein sehr guter Wert.

Die 20’ger Jahre am Comer See

In den späten Zwanzigern wurde mit der ‚Trento‘ das erste Personenschiff mit Schraubenantrieb in Betrieb genommen, das immerhin 24 Meter lang war. Die Dreißiger Jahre bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs verliefen mehr schlecht als recht, bis Treibstoffmangel und die ständige Gefahr der feindlichen Zerstörung die Flotte schließlich zum Erliegen brachte. Einige Schiffe wurden daraufhin zwischen Ossuccio und der Isola Comacina eingelagert und getarnt. Nach dem Krieg wurde der Betrieb zunächst wieder aufgenommen, bis 1952 die Insolvenz folgte. Die neue staatliche Führung investierte daraufhin neu und brachte das Unternehmen wieder in Gang. Viele neue Schiffe wurden in Dienst gestellt, mit der Fährverbindung zwischen Menaggio, Bellagio und Varenna eine längst notwendige Maßnahme realisiert. Die Tragflächenboote bilden den krönenden Abschluss einer fast 150 jährigen Geschichte. Das älteste auf dem Comer See verkehrende Schiff ist die 1962 in Dienst gestellte ‚Concordia‘, die noch regelmäßig und nostalgisch viele Besucher über den See transportiert.

Das Angebot an Fahrten auf dem Comer See ist vor allem in den Sommermonaten sehr vielfältig. Von Como aus starten die meisten Ausflugsschiffe mit unterschiedlicher Reichweite. Einige fahren nur bis Onno, andere bis Nesso und Urio. In den Sommermonaten werden zusätzliche Schiffe für die Gegend des Centro Lago eingesetzt, die auch Colico anlaufen. Die Schnellboote befahren den ganzen See, Winter wie Sommer.